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Zukunft der Pflege

3. Die Arzneimittelversorgung in der Pflege kommt auf den Prüfstand. Insbesondere wird geprüft, wie die Arzneimittelgabe durch den Einsatz von Blistern und die Wiederverwendung von Arzneimitteln verbessert werden kann.

4. Die derzeitige systematische Übertherapie mit Arzneimitteln in der Pflege wird ebenso überprüft. Die Abkehr von der Gabe von zu vielen Arzneimitteln, die sich zum Teil nicht vertragen, vermeidet gefährliche Nebenwirkungen und senkt die Kosten. Die eingesparten Mittel sollen für eine verbesserte Psychotherapie in der Pflege eingesetzt werden.
Insbesondere bei der Behandlung von Depressionen in der Pflege haben wir in Deutschland große Defizite, obwohl mittlerweile belegt ist, dass Depressionen die Entwicklung einer Demenz massiv beschleunigen.

5. Für ein barrierefreies Leben und Wohnen werden den Kommunen steuerliche Anreize gesetzt. Der soziale Wohnungsbau wird stärker gefördert.

6. Eine große Initiative für eine bessere Ausbildung in der Pflege wird gestartet. Die Ausbildung wird künftig stufenweise komplett kostenfrei gestellt. In der Pflege benötigen wir eher Personal mit hoher sozialer Kompetenz als Hochschulabschluss. Besondere Anreize soll es für angehendes Pflegepersonal mit Migrationshintergrund geben. Hierzu sind eigenständige bilinguale Ausbildungsgänge vorgesehen. Die Karrieremöglichkeiten in der Pflege werden durch eine verbesserte Differenzierung der Gehaltsstrukturen vergrößert. Auch die Hochschulausbildung an Fachhochschulen und Universitäten für Pflegemanagement und Pflegeversorgungsforschung wird erweitert.

7. Die Vereinbarkeit von Angehörigen-Pflege und Beruf wird gestärkt. Es wird geprüft werden, wie im Arbeits- und Sozialrecht die Angehörigen-Pflege sichergestellt werden kann, ohne dass Nachteile bei Rentenansprüchen oder der Wiederkehr in den Beruf entstehen. Dazu sollen auch kurzfristige Pflege-Assistent Möglichkeiten geschaffen werden, die Angehörigen mehr Flexibilität im Urlaub, im Krankheitsfall oder bei Auszeiten erlauben.

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